Das sind die schönsten Bücher: die nicht mit einem Paukenschlag beginnen, sondern die den Leser langsam hineinziehen und ihn dann durch die immer neu sprudelnden Ideen nicht mehr loslassen. Ich bewundere Ihre Imagination!

 

Mario Cortesi an François Loeb, Januar 2008

 



Geschichten die der Fussball schrieb

978-3-7165-1543-3

 

 

Steilvorlage bravourös verwertet

Die 36 Kurzgeschichten von François Loeb werden auch die Leser in ihren Bann ziehen, die mit Fussball aber auch gar nichts am Hut haben. Wer Resultate, Analysen, Mannschafts- oder Spielerporträts oder gar Spielberichte erwartet oder gar befürchtet, darf beruhigt werden. Es geht um ganz andere Dinge! ...

Der Autor geht diesen Ballsport von einer ganz eigenen Seite an. Es sind die kleinen Dinge, auf den ersten Blick oft ganz unscheinbare Begebenheiten, die François Loeb in seinen amüsanten und mit viel Humor gepfefferten Geschichten gross macht. Das so leicht Übersehene erblüht zur wahren Grösse. Die bewusste Wahrnehmung der kleinen Feinheiten rund um den Ballzirkus könnte auch ganz gut dazu dienen, vermeintlich wichtige Realitäten (Spielausgang, Schiedsrichterentscheid, Spielerbefindlichkeit) etwas zu relativieren und ihnen nicht mehr Gewicht zu geben, als sie verdienen. ...

Die 36 Kurzgeschichten bestechen durch Witz und Ironie, zeugen aber auch von grosser Fachkenntnis und Detailtreue. ... Um beim Fussballjargon zu bleiben:

François Loeb hat die Steilvorlage, die ihm vom runden Leder zugespielt wurde, bravurös übernommen und die ihm gebotene Chance – dem unterhaltsamen Erzählstil seis gedankt – zur Freude des Lesers genutzt und stilsicher verwertet.

 

Aldo Fasel, Freiburger Nachrichten, 17.11.2008

 

 

 

François Loeb – Der frühere FDP-Nationalrat und Chef der gleichnamigen berner Warenhauskette geniesst im Schwarzwald den Ruhestand, indem er Bücher verfasst. Diese Woche erscheinen seine «Geschichten, die der Fussball schrieb» (Benteli Verlag). Frage an François Loeb: Wieso müssen Sie wie so viele andere auf die EM hin ein Fussballbuch schreiben? – «Der Fingerball ist mir zu beschränkt, der Presse zu mondän, im Fussball spiegeln sich Emotionen und die Welt.» – Ist Ihnen nicht einfach langweilig da draussen? – «Wenn in einem selbst so viel los ist, die Gedanken tanzen und bunte Wörterketten bilden, liebt man die Ruhe und die Unberührbarkeit der Natur im Emmental-ähnlichen Schwarzwald.» – Verfolgen Sie eigentlich YBs Tun aus der Ferne? «Selbstverständlich liegt YB mir am Herzen! Und wie! Mit bernischer Behäbigkeit warte ich auf den Meistertitel, ob hüt, ob morn, wird sich weisen! Nicht umsonst ist ein Motto Berns: Nume nid gsprängt!»

 

tow, Die Weltwoche, 8. Mai 2008

 

 

Revolution des Rasens

 

Was macht sie aus, die Faszination Fussball? Dieser Frage geht François Loeb in seiner Kurzgeschichtensammlung «Geschichten, die der Fussball schrieb», nach. Der Berner Unternehmer und Alt-Nationalrat nimmt das runde Leder als Ausgangspunkt für unterhaltsame Geschichten, die meist im normalen Alltag beginnen, dann aber eine fantastische Wendung nehmen. Ob nun ein Fussball an der Lederpest erkrankt, die Abseitsfalle ihre Spieler zu verschlingen droht oder der grüne Rasen plötzlich zur Revolution aufruft – der 68-Jährige ist stets für eine augenzwinkernde Überraschung gut.

 

mgt/lm, Berner Zeitung, 20. Mai 2008



Geschichten die der Bahnhof schrieb

978-3-7165-1492-4

 

François Loeb, Geschichten, die der Bahnhof schrieb

Ein stimmungsvolles Tableau vivant entwirft François Loeb in seinen Geschichten rund um den Bahnhof. Feinfühlig und aufmerksam erfasst der ehemalige Kaufhausunternehmer aufgrund der Erlebnisse von Bahnhofmitarbeitern jene anrührenden Momente, in denen sich die grundsätzlichen Erfahrungen des Ankommens und Gehens überkreuzen.

 

Alexander Vitolic, SBB-Magazin Via, Februar 2008

 

 

François Loeb, Geschichten die der Bahnhof schrieb

Reisen - allein das Wort weckt Sehnsüchte. Alles hinter sich lassen, von Neuem beginnen, wer will das nicht ab und zu?

Genau diese Lust auf Veränderung, der Genuss, den wir empfinden, wenn uns der Fahrtwind um die Nase weht, wenn sich die Landschaften vor unseren Augen fliegend verändern - all das fängt François Loeb mit seinen Geschichten ein. Hier ist nicht ausschließlich der Weg das Ziel. Auch der Bahnhof, Stätte von Anfang und Ende einer Reise, birgt Faszination. Wir lernen Romeo und Julia ganz neu kennen, wenn wir sie auf dem Dach eines Bahnhofs beim Turteln erwischen. Der Zug hält in Florenz, dabei wollten sie ganz woanders hin, und der Autor nimmt uns mit zu den skurrilen Gestalten, die wie Satelliten um den Bahnhof kreisen. Schuhputzer und Vogelfrauen, Außerirdische und Buchstabenpicker - sie alle werden in den Bann der Bewegung gezogen. Alle lockt es zum Ort des Abschieds und der Wiedersehensfreude. Da kann niemand widerstehen.

Nach einem Vorwort von Hartmut Mehdorn zeigt uns Loeb den Mikrokosmos Bahnhof in seiner ganzen Bandbreite. Es lässt uns Zeuge werden von traurigen Szenen und großem Gelächter und immer wieder auch vom Rätselhaften, das dieses Leben für uns bereithält.

Atmosphärische Fotos von Bahnhöfen sowie jeweils ein Gutschein für den kostenlosen Eintritt in das DB-Museum Nürnberg und das Schweizer Verkehrshaus Luzern runden den Erzählband zu einem echten Schmuckstuck ab - nicht nur als Reiselektüre sehr zu empfehlen!

 

www.literatur-report.de, 4. November 2007

 

 

 



Geschichten die der Zirkus schrieb

978-3-7165-1481-8

 

Ein Hauch von «Petit Prince»

Tausend Mal beschrieben und tausend Mal trivialisiert wurde die Welt des Zirkus. Definitiv anders sind da François Loebs «Geschichten, die der Zirkus schrieb». Am Freitag stellt er sie in Bern vor.

Dem Altnationalrat und ehemaligen Leiter des Kaufhauses Loeb sind mit seinen Kurzgeschichten ansprechende und lebendige Akrobatik-Einlagen gelungen. Einzig stilistisch wirken seine Erzählungen manchmal ein wenig antiquiert und langatmig. Doch das macht der «passionierte Schreiber», wie er sich selber nennt, wett: denn stets funkelt zwischen den Zeilen seine grosse Begeisterung für den Zirkus. Zart und berührend wie der Flügelschlag eines Schmetterlings sind seine eigenwilligen Schilderungen rund um den Zirkus und seine Artisten.

«Sternensplitter»

Da ist beispielsweise die lautmalerische Geschichte «Sternensplitter» über einen bejahrten Zirkusclown, der von seinen frühen Wanderjahren erzählt – davon, wie er einst ausgerechnet von einem einfachen Strassenbajazzo seine eindrücklichste Zirkuslektion gelernt hatte: «Achte stets, wenn du in der Manege stehst, auf den Sternensplitterstaub, dann wird es dir immer gelingen, dein Publikum zu erfreuen und in eine andere Welt zu entführen.» Und wo bitteschön ist denn nun solcher Sternensplitter zu finden, fragt sich die Leserin sofort: «In den Kinderaugen. Noch nicht abgewaschen liegt er dort, sie tragen ihn heiteren Blickes durch unsere Welt.» Beredt ist dieser Strassenbajazzo und ziemlich sicher hat der Erzähler auch noch ein zwei Splitter Poesie dazu gestreut, dass es sich noch runder liest. Wie etwa die lustige Geschichte über den Elefantenwärter Mahandi, der eigentlich Peter heisst, und seinen tapsigen Dickhäuter Effendi, der mit höchster Grazie durch das Sägemehl schreitet und dabei eine Art Schlendertanz vollführt, weil er imaginären Ameisen ausweichen muss. Eine Nummer, die ohne Imagination verpufft. Oder wie Loeb schreibt: «Wer sich seiner Fantasie verweigert, ist im Zirkus ein Fremder.»

Vom Beruf zur Berufung

Seit seinem Rücktritt aus Politik und Wirtschaft hat François Loeb seine heimliche Passion konsequent zur zweiten Berufung gemacht. Regelmässig veröffentlicht er unter dem Pseudonym Bruno A.Nauser in der «Neuen Zürcher Zeitung» Fastread-Romane, und im Benteli Verlag erschien bereits der Band «Wegwerfwelten» und vor kurzem das Zirkusgeschichten-Buch. Der dritte Band, «Geschichten, die der Bahnhof schrieb», folgt diesen Herbst.

Erstaunliche Leichtigkeit

Über das, was wirklich zählt, «über das, was uns zum Träumen bringt, uns wieder zu sehenden Kindern macht», wollte Loeb in seinem Zirkusband schreiben. Und das ist ihm teilweise ausnehmend gut gelungen. Mit erstaunlicher Leichtigkeit hebt er «das Wesentliche, das so oft unsichtbar bleibt», hervor und macht es wieder erlebbar. Seine poetischen Kurzgeschichten mit Illustrationen des Berners Karikaturisten Ted Scapa erinnern denn auch in ihren besten Momenten an den «Kleinen Prinzen» von Antoine de Saint Exupéry.

 

Berner Zeitung, Carol Rosa, 16. August 2007

 

 

Manege frei für Geschichten

Unerschrocken legt der junge Dompteur Attila einem schwarzen Panther seinen Kopf in den Rachen, viele wilde Tiere lässt er Erstaunliches vorführen. Aber eine kleine Spinne bringt ihn zur Verzweiflung. Ein anderer Tierbändiger setzt sich zur Ruhe und glaubt, Feinde friedlich miteinander leben lassen zu können. Sein Versuch mit einer Geiss und Wölfen scheitert aber. Er erkennt, dass er als Mensch niemandem seinen Willen aufzwingen kann. Lustige und nachdenkliche Geschichten sind es, die Zirkusleute François Loeb erzählt haben. Und sie zeigen eine Welt abseits der Manege mit den schnell aufeinander folgenden Nummern. Mit seinem Stil unterstreicht der Autor die mal wirren, mal klaren Gedanken der Erzähler - die Geschichten sind gelegentlich langatmig. Dennoch sind sie lesenswert: Ganz nahe ist man in ihnen der Zirkuswelt. Die perfekten Künstler erscheinen in einem neuen Licht, sie werden interessanter.

 

Badische Zeitung, Sebastian Narthmes, 9. Juni 2007

 

 

Ein Straussenei als ständiger Begleiter, ein sprechender Besen, ein jahrhundertealter Goldfisch als Glücksbringer für Hochseilartisten - diese und viele andere Merkwürdigkeiten sind in den fantasievollen Geschichten in und um den Zirkus zu finden. Poetisch, träumerisch, philosophisch bewegen sie sich zwischen Märchen und Realität. Der Zirkus ist der Schauplatz und Gegenstand der Geschichten von François Loeb.Sie wurden kongenial illustriert von Ted Scapa und sind eine empfehlendswerte Lektüre für Frende von Zirkus und Fantastischem

 

Dietmar Winkler, DER KOMET

Fachzeitung für Schausteller und Marktkaufleute, 30.4.2007

 

 

Feinsinnige Geschichten rund um das Zirkusleben

Totgesagt wurde er schon öfters, der Zirkus. Doch trotz Fernshen, Kino und Computer hat er nichts von seiner  Faszination verloren, wie die zahlreichen durch das Land ziehenden Zirkusse jedes Jahr wieder beweisen. Einen speziellen Stellenwert geniesst in der Schweiz dabei der Schweizer Nationalzirkus der Gebrüder Knie. Und mit dem Circus Knie war der Berner nationalrat und frühere Chef des Traditionskaufhauses Loeb, François Loeb, unterwegs für seine neues Buch "Geschichten die der Zirkus schrieb".

Entstanden sind dabei humorvolle und zärtliche Geschichten rund um den Zirkus und seine Artisten. Zum Beispiel jene des Dompteurs Attila, der zwar seine Wildkatzen im Griff hat, aber beim Anblick einer kleinen Spinne vor lauter Angst erstarrt. Oder der Dank an Ali, den Zirkusarbeiter aus einem fernen Land, ohne den es weder einen Zeltaufbau noch Futter für die Tiere gäbe. In allen Geschichten ist die Liebe Loebs für den Zirkus spürbar. Zusammen mit den Illustrationen des Karikaturisten Ted Scapa sind die "Geschichte die der Zirkus schrieb" somit nicht nur ein Buch für Zirkusfans, sondern auch für die Freunde feinsinniger Geschichten. Loeb gelingt es mit seinem neuen Buch, die Faszination des Zirkus- und Artistenlebens einzufangen und dem Leser schmackhaft zu machen. Und wer sich nach der Lektüre dazu entscheidet, wieder einmal eine Zirkusvorstellung zu besuchen, der findet dazu im Buch sogar noch zwei Gratiskarten.

 

René Mehrmann, Die Südostschweiz, 20.April, 2007