David Douglas Duncan, Picasso & Lump

978-3-7165-1435-1

 

Picassos bester Freund

Lump kam, sah und blieb. Als der kleine Dackel im April 1957 mit seinem damaligen Herrchen David Dougals Duncan zu Picasso fuhr, ahnte dieser nicht, dass der kleine Kerl in der Villa des Malers sein Paradies finden würde. "Lump sah sich kurz um:, das gefällt mir! Adios!' - und verliess mich, um mit Picasso zu leben!" erzählt der heute 90-jährige Fotograf.

In vieln tausend Schwarz-Weiss-Fotos hielt der Fotograf die aussergewöhnliche Beziehung zwischen Lump und Picasso fest. "Was zwischen den beiden war? Sie waren seelenverwandt", sagt Duncan. "Picasso hatte viele Hunde, aber keinen nahm er in den Arm - ausser Lump. Und Lump betete ihn an."

Lump starb am 29. März 1973. Picasso folgte ihm zehn Tage später.

 

Auszug aus Statdtgottes 9/2006

 

 

Amigos forever

Am 19. April 1957 besuchte der Fotograf David Douglas Duncan seinen Freund Pablo Picasso in dessen Villa «La California» in der Nähe von Cannes. Mit dabei der Dackel Lump. So beginnt eine aussergewöhnliche Freundschaft, die nun in einem Bildband dokumentiert ist. Noch am selben Tag verewigt Picasso seinen neuen tierischen Freund auf einem Porzellanteller. Innert kürzester Zeit schafft es Lump zur Verblüffung von Picassos Frau Jacqueline auf Picassos Schoss und von da in sein Herz. Er darf den Künstler in seinem Atelier besuchen. Er beschnuppert im Garten die Ziege Esmeralda und deren bronzenes Ebenbild oder balgt sich mit dem Boxerhund Yan, während Picasso mit Yves Montand und Simone Signoret über die Revolution in Ungarn diskutiert. Auch Picassos Kindern Paloma und Claude ist er ein treuer Begleiter. All diese Momente einer vergangenen Idylle hat David Douglas Duncan in Schwarz-weiss-Fotografien festgehalten. Der Betrachter erfährt nicht viel über Picassos Kunst. Doch er ist berührt von der Herzlichkeit, die der Meister seiner Umgebung entgegenbringt.

 

Hochparterre, April 2006

 

 

Freundschaften

Picasso und Lump

Es soll vorkommen, dass Hunde ihre Herren wählen. Sein junger Dackel Lump jedenfalls, so berichtet der Fotograf David Dougals Duncan, sei bei einem Picasso-Besuch 1957 auf dessen Grundstück in der Nähe von Cannes aus dem Auto gesprungen und habe zu verstehen gegeben: Hier bleibe ich. Entzückt von Lumps Interesse für Menschen, Tiere und Skulpturen im Garten der Villa La California verewigte Picasso den Kurzhaardackel noch am selben Tag. Duncan reiste ohne Lump wieder ab, der folgte nun seinem neuen Herrn, immer in der Hoffnung, Picasso werde - statt zu malen - mit ihm zu spielen. Nun hat Duncan, der Picasso noch öfters fotografierte, die Bilder der Dreiecksbeziehung zwischen Picasso, dessen späterer Ehefrau Jacqueline und Lump als kommentierter Bildband herausgegeben. Die Fotos geben Einblicke in das Leben auf California: die sich selbst überlassenen Kinder Claude und Paloma, Jacquelines unbeantwortet bleibende Zärtlichkeit gegenüber dem Maler, dazwischen Lump, von dem Picasso sagte, er sei weder Hund noch Mensch, sondern "wirklich jemand anderes".

 

DER SPIEGEL, 11/2006, 13.3.2006

 

 

Ein Dackel kommt zu Picasso

Lieben Sie Hunde? Ganz besonders Dackel? Verehren Sie Picasso? Haben Sie eine Vorlieb für Schwarz-Weiss-Fotografien? Lesen Sie gerne englisch? Dann ist das Buch «Picasso & Lump» genau das Richtige für Sie: Es zeigt mit Liebenswürdigkeit und Witz die Freundschaft zwischen Picassos Familie und dem Dackel Lump. Der Fotograf David Douglas Duncan war 1957 Gast in Picassos Villa La Claifornia in Cannes. Sein Dackel schaute sich dort um und beschloss zu bleiben. Dass er die Herzen im Sturm zu erobern vermochte, machen die Bilder dieses Buches nachvollziehbar. Es gibt aber auch einen Einblick in das Leben und Schaffen Picasoos in jenen Jahren.

 

Leben & Glauben 23.2.2006